Shark Conservation Project auf den Fidschi Inseln

Als ich mir mit 18 Jahren das Ziel gesetzt habe die weite Welt zu bereisen, habe ich zunächst auf das Drängen meiner Mutter hin nach sozialen Projekten recherchiert. Schnell ist mir aufgefallen, dass mich keines dieser Projekte angesprochen hat. Es gibt großartige Entwicklungsprojekte da draußen, die einen Mehrwert für die lokale Bevölkerung bieten. Ich wollte damals jedoch meinen goldenen Käfig verlassen und mich in gewisser Weise selbst challengen etwas zu tun, vor dem ich wirklich Respekt hatte. Durch Zufall erfuhr ich im Internet von einem Projekt: das Shark Conservation Project auf den Fidschi-Inseln von Projects Abroad. Ich hatte damals furchtbare Angst vor Haien, gleichzeitig hatte ich eine starke Faszination für die Unterwasserwelt und wusste sofort, dass dies genau das Projekt, war nach dem ich gesucht habe.

Das Shark Conservation Project auf den Fidschi Inseln wird von Projects Abroad angeboten. In der Bequa Lagoon auf der Hauptinsel Viti Levu wurde ein Unterwasser-Naturschutzgebiet errichtet, in welchem Meeresbiologen das Verhalten von Haien, insbesondere von Bullenhaien, erforschen.

Das Großartige an dem Projekt ist nicht nur das Meeresbiologie-Projekt an sich, sondern auch die Location. Die Fidschi-Inseln sind, abgesehen von den Yasawa-Inseln im Osten des Landes, sehr anders als sich die meisten Europäer das Südsee-Paradies vorstellen. Erfahre in diesem Artikel mehr über die Fidschi-Inseln, Land und Leute und Dinge, die du unbedingt beachten solltest vor einem Besuch Fidschi – auf einen Blick 

Ein besonderes Merkmal von Bullenhaien ist, dass diese bis zu 3 km Flüsse hinauf schwimmen, um dort ihre Eier abzulegen. Leider kann es dadurch für die Menschen, die in der Nähe der Flüsse leben, zu tödlichen Unfällen kommen, wenn diese auf einen Hai treffen. Teil der Arbeit der Freiwilligen ist es, Kindergärten und Grundschulen vor Ort zu besuchen und die Kinder über die Wichtigkeit von Haien für das ökologische Gleichgewicht aufzuklären, aber auch mit den Gefahren zu konfrontieren, die einhergehen, wenn diese in Flüssen schwimmen gehen.

Natürlich ist das Highlight des Projektes die regelmäßigen Tauchgänge, bei denen der Artenbestand Unterwasser überprüft wird. Die Unterwasserwelt der Fidschi-Inseln gehört zur schönsten der Welt und es macht glücklich ein intaktes Korallenriff zu sehen. Natürlich kann man während des Projektes auch an seinen Tauchscheinen arbeiten. Beispielsweise habe ich meinen OpenWater Diver auf den Kanaren absolviert und dann im Rahmen des Projektes den Advanced-Schein absolviert.

Ein besonderes Highlight des Projektes ist der Tauchgang mit über 30 Bullenhaien und wenn man Glück hat, sogar Tigerhaien. Hier muss man darauf hinweisen, dass die Haie angefüttert werden und ein Team aus Divemastern und Tauchlehrern der Tauschule der Bequa Lagoon den Tauchgang begleiten. Haie anzufüttern wird skeptisch gesehen. Die Bequa Lagoon auf den Fidschi-Inseln gehört jedoch zu einigen wenigen Orten dieser Welt, in denen man mit Bullenhaien tauchen kann. Dies führt dazu, dass sich an diesem Standort der Tauchtourismus sehr stark etabliert hat, wodurch die lokale Bevölkerung die im Tourismusgewerbe und als Divemaster und Tauchlehrer arbeiten, stark profitieren. Kamerateams aus der ganzen Welt reisen an, um die Top-Predator aus nächster Nähe zu filmen.

Während des Shark Conservation Projects hast du die Möglichkeit mit Haien zu tauchen. Auf dem Bild ist ein schwarzspitzen Riffhai zu sehen.

Während des Projektes assistieren die Freiwilligen Meeresbiologen bei Tagging-Aktionen in Flüssen oder auf dem offenen Meer. Dabei werden jugen Bullenhaie nachts, wenn diese am aktivsten sind, gefangen und ein Sensor in ihre Rückenflosse geknipst. Mit diesem können die Meeresbiologen verfolgen, wo sich der Hai befindet, in welche Gebiete er während seines Lebens schwimmt und welche Verhaltensweisen er aufweist.

Ebenfalls gehört das Pflanzen von Mangroven zu dem Shark Conservation Project auf den Fidschi-Inseln. Mangroven sind für unsere Küsten besonders wichtig, da sie zum einen die Küstenregionen befestigen und dafür sorgen, dass kein Sediment abgetragen wird. Zum anderen bieten sie Unterschlupf für verschiedene Fischarten und somit das Kinderzimmer für die jungen Bullenhaie.

Das großartige an dem Projekt ist, dass die anderen Freiwilligen aus den verschiedensten Ländern kommen und dadurch internationale Kontakte geknüpft werden. Die Freiwilligen leben während des Projektes in einem Freiwilligenhaus, wo gemeinsam gekocht wird, Filme geschaut werden und einfach abgehangen wird. Möchtest du mehr über Projects Abroad erfahren? Über diesen Link gelangst du auf die Website von Projects Abroad: https://www.projects-abroad.de/.