Neuseeland - auf einen blick

Neuseeland ist weltweit bekannt für seine einzigartige, vielfältige Landschaft und Artenvielfalt. Ob Berge, tropischer Regenwald oder kilometerweite Sandstrände: in Neuseeland kommt jeder auf seine Kosten und aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, der Nordinsel und der Südinsel, sowie vielen kleinen Inseln, die um die beiden Hauptinseln verstreut liegen.
Die Nordinsel beeindruckt mit üppig grünen Tälern, sanften Hügeln, wunderschönen Küsten, der größten Stadt des Landes Auckland und der Landeshauptstadt Wellington. Darüber hinaus lebt drei Viertel der neuseeländischen Bevölkerung auf der Nordinsel.
Im Gegensatz dazu besticht die Südinsel mit ihrer rauen und wilden Natur, schneebedeckten Bergketten, Gletschern wie dem Fox- und dem Franz-Josef-Gletscher, Regenwäldern und einer zerklüfteten Küste, die Szenen wie die berühmten Pancake Rocks bietet. Das höchste Gebirge ist mit 3724 Metern der Mount Cook, gefolgt vom Mount Tasman. Die Westküste der Südinsel, die zwischen der Tasmanischen See und dem Gebirge liegt, gehört zu den regenreichsten Regionen der Welt. Der Südwesten enthält wunderschöne Fjordlandschaften, welche zum Weltkulturerbe gehören.
Spätestens seit der Veröffentlichung der Herr der Ringe Filme erlangte Neuseeland weltweite Aufmerksamkeit für seine einzigartige Landschaft. Aber Neuseeland hat mehr zu bieten als seine berühmten Filmszenen.
Das Land wurde zum ersten Mal im Jahr 1280 von Polynesiern entdeckt. Die nachfolgenden Generationen gründeten die Maori-Kultur. Im Jahr 1642 wurde Neuseeland dann von dem niederländischen Seemann Abel Tasman entdeckt. 1769 gelangte der britische Expediteur James Cook nach Neuseeland. 1839 folgte der Beginn der englischen Kolonie. Heute ist das Land eine parlamentarisch-demokratische Monarchie und Mitglied im Commonwealth of Nations.
Die Hauptbevölkerung Neuseelands (67 %), die Pākehā genannt wird, ist europäischer Herkunft, von denen der Großteil aus Großbritannien stammt. Die zweitgrößte Bevölkerung hat Maori-Hintergrund. Die drittgrößte ethische Gruppe kommt aus asiatischen Ländern.
Beste Reisezeit für Neuseeland
In Neuseeland herrscht eine große Temperaturspanne. Generell reicht die Klimazone von subtropisch bis subantarktisch. Während auf der Nordinsel im Allgemeinen mildere Temperaturen herrschen, können diese auf der Südinsel in den Wintermonaten auf minus 10 Grad sinken.
Das neuseeländische Klima unterteilt sich in vier Jahreszeiten: Der Sommer dauert von Dezember bis Februar, von März bis Mai ist Herbst, von Juni bis August Winter und von September bis November ist Frühling.
Die Hauptreisezeit hängt stark von deinen Interessen ab. Während für Wintersportler natürlich die Wintermonate die beste Wahl sind, liegt die Hauptsaison in den Sommermonaten von Dezember bis Februar. Da die Schulen in diesen Monaten wegen der Sommerferien geschlossen sind, herrscht während dieser Zeit auch viel Inlandstourismus. Wenn du dich für Outdoor – Aktivitäten wie Wandern und Radfahren interessierst, könnten auch die Monate im Frühling von September bis November und im Herbst von März bis Mai eine gute Wahl für deine Reise sein, da das Klima zu diesen Zeitpunkten milder ist. Auch die Unterbringung ist in diesen Monaten günstiger.
Sprache
Die offizielle und am häufigsten gesprochene Sprache ist Englisch. Aber auch Maori und die neuseeländische Gebärdensprache haben gesetzlich einen Sonderstatus als Amtssprachen.
Visa – Verordnungen
Um als Ausländer nach Neuseeland einreisen zu dürfen, benötigt man zunächst einen gültigen Reisepass und das richtige Visum.
Das Ablaufdatum des Reisepasses muss zwingend mindestens drei Monate über dem geplanten Abreisedatum hinaus gültig sein.
Wenn es um die Auswahl des Visums geht, bestehen vier Möglichkeiten:
– das Urlaubsvisum
– das Working-Holiday-Visum
– das Arbeitsvisum
– das Transitvisum
Im Folgenden wird nur auf das Urlaubsvisum und das Working-Holiday-Visum eingegangen:
Wenn du Neuseeland für kurze Zeit besuchen möchtest, benötigst du das Touristenvisum, auch NZeTA genannt. Dieses erlaubt dir, bis zu drei Monate in Neuseeland zu reisen und kann online beantragt werden. Weitere Informationen zur Beantragung des Visums findest du auf Neuseelands offiziellen Website für Tourismus.
Das Working-Holiday-Visum ist insbesondere bei jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren beliebt und kann nur einmal im Leben beantragt werden. Das Visum bietet die Möglichkeit, je nach Herkunftsland 12 bis 36 Monate lang in Neuseeland zu arbeiten und zu reisen. Deutsche und österreichische Staatsbürger dürfen bis zu 12 Monate in Neuseeland bleiben, mit der Option das Visum um drei Monate zu verlängern.
Die Beantragung des Visums erfolgt in einem bestimmten Zeitraum, welcher auf der Website der neuseeländischen Einwanderungsbehörde veröffentlicht wird.
Nachdem dein Antrag angenommen wurde, hast du ein Jahr Zeit, um in Neuseeland einzureisen.
Transportmöglichkeiten
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Neuseeland zu bereisen: mit dem Flugzeug, dem Bus, dem Auto, mit der Fähre (streckenweise) oder dem Fahrrad. Der größte internationale Flughafen befindet sich auf der Nordinsel in Auckland.
Bus
Aufgrund des hohen Anteils an Backpackern vor allem aus Europa, ist die Busverbindung zwischen größeren Städten sehr gut. Es gibt spezielle Busse wie beispielsweise Stray Travel oder Kiwi Experience (welcher auch als Party-Bus bekannt ist), die von einer Stadt zur nächsten fahren und bestimmte Hostels anfahren. Nichts desto trotz lohnt es sich in Neuseeland mit den eigenen 4 Rädern unterwegs zu sein, insbesondere wenn du Neuseeland abseits des Massentourismus erkunden möchtest.
Mietauto
In Neuseeland gibt es unzählige Autovermietungen. Einige von ihnen sind sogar darauf spezialisiert, Vans mit der Möglichkeit zum Campen zu vermieten, wie beispielsweise die Camper Vans von JUCY. Diese Möglichkeit macht auf jeden Fall Sinn, wenn man zwei bis drei Wochen durch das Land reist und die Reise selbst plant. In Neuseeland herrscht Linksverkehr.
Auto kaufen
Wenn du die Möglichkeit hast für längere Zeit Neuseeland zu bereisen, beispielsweise durch das Work-and-Travel-Visum, ist es sinnvoll darüber nachzudenken, ein eigenes Auto zu kaufen und es nach deinem Aufenthalt wieder zu verkaufen. Das bringt viele Vorteile mit sich, unter Anderem das Land unabhängig und abseits des Massentourismus zu erkunden und einen flexiblen Reiseplan zu haben. Da man bei Work-and-Travel meist auf Farmen aushilft, ist es hier besonders sinnvoll und wichtig flexibel zu sein, da die meisten Farmen außerhalb von Ortschaften liegen.
Trampen
Eine Reise per Anhalter durch Neuseeland ist eine Option für alle, die über ein begrenztes Budget verfügen. Neuseeland ist ein sicheres Land, dennoch ist sollten alle Risiken abgewogen werden.
Fahrrad
Viele Reisende erkunden Neuseeland mit dem Fahrrad und fahren dabei von einem Campingplatz zum nächsten.
Flugzeug
In ganz Neuseeland gibt es mehrere kleine Flughäfen, die die Nord- mit der Südinsel verbinden. Das Flugzeug ist bei weitem die schnellste Möglichkeit, von einer Insel zur anderen zu kommen und für Reisende interessant, die nur begrenzt Zeit haben und beide Inseln erkunden möchten.
Fähre
Die Fahrt mit der Autofähre von Wellington zur Südinsel ist ein sehr empfehlenswert. Die Fähre navigiert durch die nördlichen Fjorde der East Bay der Südinsel, wodurch man einzigartige Ausblicke auf die Fjordlandschaft genießen kann. Die Fahrt mit der Autofähre ist somit ein Must-Do.
Neuseeländische Küche
Der Klassiker der neuseeländischen Küche ist wohl Fish and Chips. Bestehend aus Pommes und frittiertem Fisch im Teigmantel, findet man Fish and Chips eigentlich überall, egal ob im Restaurant oder an Fast Food Ständen.
Ein weiteres Highlight neben gefüllten Pies aller Art und BBQ ist der Māori-Hāngī. Der Māori-Hāngī ist ein traditionelles Gericht der Māori und wird im Erdofen zubereitet. Er besteht aus Hühner-, Schweine- oder Hammelfleisch sowie aus Kürbis, Süßkartoffeln (Kumara) und Kartoffeln.
Sicherheit
Neuseeland gilt als sicheres Reiseland.
Allein Reisen als Frau
Es wird sehr empfohlen, Neuseeland auf eigene Faust zu bereisen. Nicht nur, da man in Neuseeland viele Alleinreisende und andere Backpacker trifft, sondern auch, weil Neuseeland ein sicheres Reiseland ist.
Sehenswürdigkeiten Neuseeland
Nordinsel
Beginnend mit der Nordinsel ist Cape Reigna, der nördlichste Punkt der Nordinsel, ein Must-See. Cape Reigna wird durch einen weißen Leuchtturm gekennzeichnet. Mit seinen felsigen Klippen und dem Blick über den Pazifischen Ozean hat man das Gefühl, am Ende der Welt zu stehen.

Makati Bay und Waikato Bay auf der Karikari-Halbinsel auf der Nordinsel bieten wunderschöne Strände. Die Taupō-Bucht ist ebenfalls bekannt für ihren idyllischen Sandstrand und ist von Hügeln und Klippen umgeben.
Kerikeri ist eine kleine Stadt an der Ostküste der Nordinsel. Sie ist bekannt für ihre Regenbogenfälle (Waianiwaniwa) und die vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Die Haruru-Wasserfälle und der Puketi-Wald, ein üppiger Regenwald, liegen in der Nähe Kerikeris.
Wenn du genug von schönen Aussichten und Landschaften hast, bietet Auckland, die größte Stadt Neuseelands, Abwechslung durch jede Menge Restaurants, Nachtleben und Museen.
Westlich von Auckland befinden sich kilometerlange wilde Strände, Felsen und Klippen, wie der Karekare Beach oder den Whatipu Beach. Neben dem Karekare Beach befinden sich die Karekare-Wasserfälle und viele Wanderrouten. Etwas nördlich von Karekare liegt eine kleine Stadt namens Piha mit einem schwarzen Strand. Piha eignet sich gut zum Surfen und verfügt über viele Wanderwege mit wunderschönen Ausblicken auf die felsigen Klippen, das Meer und die kleine Stadt. In der Nähe von Piha liegen die Kitekite Falls, ein wunderschöner Wasserfall.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit im Bundesstaat Waikato ist wahrscheinlich das Hobbiton-Filmset. Der Park darf gegen eine Eintrittsgebühr von 48 € bzw. 116 € für die Evening Banquet Tour, betreten werden. Bei der Evening Banquet Tour wird am Abend im Green Dragon Inn Essen serviert und ist schon ein besonderes Erlebnis.
Der Coromandel Forest Park in Waikato bietet wunderschöne Wanderwege wie den Kauaeranga Kauri Trail (Pinnacles Track). Rund um die Halbinsel des Coromandel Forest befinden sich wunderschöne Buchten und Strände mit kleinen Städten. Die Cathedral Cove und der Hot Water Beach sind die bekanntesten Ausflugsziele der Halbinsel. Die größte Stadt Waikatos ist Hamilton, die für ihren wunderschönen botanischen Garten bekannt ist.
Tauranga ist eine schöne Stadt in der Bay of Plenty mit einem großen weißen Strand. Empfehlenswert ist es, den Mount Maunganui zu besteigen, um einen erstklassigen Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft zu genießen.

Taranaki, auf der Westseite der Nordinsel, ist berühmt für den Egmont-Nationalpark. Der Nationalpark verfügt über einen beeindruckenden Vulkan namens Mount Egmont. Im Nationalpark befinden sich einige wunderschöne Wasserfälle, Regenwälder und Sümpfe. Der letzte Ausbruch des aktiven Vulkans ereignete sich im Jahr 1775. Der Zugang zum Berg gilt als einfach und ist auch für Nicht-Kletterer möglich. Der Nationalpark verfügt über ein breites Angebot an Wanderwegen, angefangen bei 15-minütigen Spaziergängen bis hin zu dreitägigen Wanderungen.
An der südlichsten Spitze der Nordinsel liegt Wellington, die Hauptstadt Neuseelands und ein Must-See, besonders wenn du dich für die kulturellen Aspekte Neuseelands interessierst. In Wellington findet man alles von Kunst, Geschichte bis hin zu Craft-Bier und Konzerten. Wellingtons Nationalmuseum „Te Papa“ ist international bekannt für seine interaktiven Ausstellungen.
Das historische Wellington Cable Car bringt dich direkt zum Kelburn Lookout, von wo aus du die Aussicht über die Stadt genießen kannst.
Nimm die Fähre von Wellington zur Südinsel. Die Reise ist ein einzigartiges Erlebnis und du wirst mit atemberaubenden Ausblicken auf die Fjorde der East Bay der Südinsel belohnt.
Südinsel
Ein Must-See auf der Südinsel ist der Abel-Tasman-Nationalpark. Der Nationalpark ist ein Küstenstreifen im Norden der Südinsel und besticht durch seine unbeschreibliche Natur. Zum einen befinden sich im Nationalpark weiße Sandstrände und wunderschöne Buchten, Wälder und kristallklare Bäche. Die Chancen Kormorane, Pinguine und Robben zu beobachten sind ziemlich hoch. Zum anderen bietet der Nationalpark viele Aktivitäten wie Tagestouren, Kajakfahren, Schnorchel-Touren oder Wanderungen. Der Abel Tasman Coast Track ist eine 3-5-tägige Wanderung und gehört zu den „Great Walks“ Wanderwegen Neuseelands.

Farewell Spit erstreckt sich ganz im Norden der Südinsel über eine Länge von 34 km und ist einer der längsten natürlichen Landzungen der Welt. Das Vogelschutzgebiet bietet mehr als 90 Vogelarten ein Zuhause. Der einfachste Weg, Farewell Spit zu erkunden, ist durch das Mieten eines Geländewagens mit 4 WD oder durch die Teilnahme an einer geführten Geländewagentour, mit der Option, auch zum Cape Farewell zu fahren, dem nördlichsten Punkt der Südinsel. Alternativ kann man Teile des Farewell Spit auch gut auf eigene Faust zu Fuß erkunden.
Folgt man Highway 6 Richtung Süden, kommt man automatisch an beeindruckenden Aussichtspunkten vorbei. Die Straße verläuft an der Küste zwischen der Tasmansee und dem Gebirge der Südinsel entlang. Das letzte Drittel der Route durchläuft die neuseeländischen Alpen und das Hochland der Region Otago.
Dabei kommt man automatisch an den Pancake Rocks vorbei. Diese Felsformation im Paparoa-Nationalpark hat ihren Namen dadurch, da sie aussieht wie übereinander geschichtete Pancakes. Es ist beeindruckend zu beobachten, wie die Brandung gegen die Felsen drückt und Luft und Wasser durch Höhlen und Löcher gedrückt wird und für den Betrachter den Blowholes Effekt auslöst.

Ein weiteres Highlight der Südinsel ist Mount Cook und damit verbunden der Franz-Josef Gletscher und Fox Gletscher. Mount Cook ist der höchste Berg Neuseelands. Skydiving bietet sich hier besonders an, da man dadurch die unglaubliche Aussicht auf die Alpen, Mount Cook und der Tasmansee verbinden kann. Der Fox Glacier ist einfach zu Fuß zu besichtigen.
Queenstown, direkt am Lake Wakatipu gelegen, ist ein charmanter kleiner Ort mitten im Gebirge. Queenstown ist besonders bekannt für seine adrenalinhaltigen Aktivitäten, wie beispielsweise Wildwasser Rafting und Bungeejumping. Queenstown hat eine urige Innenstadt mit vielen Restaurants, Geschäften und Live-Musik.
Der Milford Sound liegt inmitten der Fjorde in Südwesten der Südinsel. Bekannt ist er für seine gewaltigen Berge, den Wasserfällen und atemberaubenden Aussichten. Er bietet einen Startpunkt für viele Expeditionen durch die Fjordlandschaften, Wanderungen oder Kajaktouren.
Vom Strand des Te Waewae Bay ganz im Süden der Südinsel, kann man Delfine beobachten und mit diesen schwimmen gehen.
Der Slope Point, der südlichste Punkt der Südinsel, liegt mitten auf einer Schafsweide. Von hier aus sind es nur noch 4803 km bis zum Südpol. Am direkt angrenzenden Curio Bay befindet sich ein versteinerter Wald und man kann die seltenen Gelbaugen Pinguine beobachten.
Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel und besitzt einen besonderen Charme. Die durch mehrere Erdbeben zerrüttete Stadt besticht durch ihre beeindruckenden Graffiti, Hippen Bars und Shops.
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