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Im Juli war ich für zwei Wochen in Sotavento, im Süden Fuerteventuras Kitesurfen. In diesen zwei Wochen wehte der Wind täglich mit 20 – 30 Knoten, die Windausbeute in diesem Zeitraum ist allein durch den Passatwind der täglich weht, sehr gut.
Fuerteventura, die zweitgrößte Insel der Kanaren, ist längst zu einem beliebten Ziel für Kitesurfer geworden. Besonders der Süden der Insel, rund um die bekannte Strandregion von Rene Egli, zieht Kitesurfer in ihren Bann. Doch was macht diesen Spot so besonders? In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf den Süden von Fuerteventura, die Windverhältnisse und die Vor- und Nachteile des Spots am Sotavento Beach.
Warum der Süden von Fuerteventura für Kitesurfer perfekt ist
Der Süden von Fuerteventura ist bekannt für seine stabilen Windbedingungen und die atemberaubenden Strände. Besonders im Süden Fuerteventuras, in der Region rund um den Strand von Sotavento, wo sich auch die bekannte Windsurf- und Kitesurfschule von Rene Egli befindet, finden Kitesurfer ideale Bedingungen. Der Wind weht hier konstant und zuverlässig, was Fuerteventura zu einem Hotspot für Kitesurfing macht – sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Kiter.
Die Region bietet weitläufige Strände, die das Kitesurfen zu einem besonderen Erlebnis machen. In der Lagune neben der Kiteschule von Rene Egli finden sich Flachwasser- bis Kabbelwasserbedingungen vor. Da die Lagune stehtief ist, ist dieser Ort ideal für Anfänger. Wer mehr Herausforderungen sucht, wird direkt vor der Kiteschule am Sotavento Beach auf dem offenen Meer fündig. Das Wasser ist hier kabbelig bis wellig, es kann schon mal eine Brandungswelle entstehen. Der Passatwind in den Sommermonaten, sorgt durch konstant starken Wind aus Nordwesten für perfekte Windbedingungen. Insbesondere in den Sommermonaten windet es regelmäßig mit 15 bis über 30 Knoten.

Hauptreisemonate zum Kitesurfen
Hauptsaison: Im Sommer (Mai bis Oktober) weht der Passatwind in der Regel mit etwa 15 bis über 30 Knoten aus Nordwesten. In den Wintermonaten (November bis April) kann der Wind etwas schwächer werden, ist aber mit 12 – 20 Knoten immer noch ideal zum Kitesurfen. Auf der Seite von kitereisen.tv ist ebenfalls eine Windstatistik von Sotavento Beach für die einzelnen Monate aufgeführt.
Temperaturen: Die Wassertemperaturen sind das ganze Jahr über angenehm, sie liegen zwischen 18°C im Winter und 23°C im Sommer. Die Lufttemperaturen variieren von 18°C im Winter bis zu 28°C im Sommer, was ziemlich perfekt für Wassersport ist.
Der Kitesurfspot am Sotavento Beach von Rene Egli
Die Kitesurfschule von Rene Egli ist so ziemlich die Einzige, die direkt am Sotavento Beach und der Lagune liegt. Es gibt einige Schulen drumherum, die jedoch nicht direkt am Spot liegen, aber sicherlich qualitativ um einiges besser sind als die Schule von Rene Egli.
Die Schule von Rene Egli befindet sich direkt in optimaler Lage am Strand von Sotavento und bietet sowohl Anfänger- als auch Fortgeschrittenenkurse. Durch die jährlichen Worldcups und den Namen, den sich Rene Egli aufgebaut hat, wird der Spot sowohl bei erfahrenen Kitesurfern als auch bei Anfängern extrem gehypt. Dementsprechend hoch sind die Preise für Schulungen und das Leihen von Material im Vergleich zu anderen Kiteschulen.
Der Wind in der Lagune und direkt am Strand vor Rene Egli ist extrem böig, was insbesondere an den Hotelkomplexen hinter der Kiteschule und dem Berg an der Lagune liegt. Die ersten Tage müssen sich selbst erfahrene Kiter an die Konditionen gewöhnen. Kitet man etwas unterhalb der Schule wird der Wind konstanter, jedoch wird dort kein Rescue-Service mehr angeboten. Dieser wird ausschließlich innerhalb eines abgesteckten Bereichs direkt vor der Kiteschule von Rene Egli angeboten. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Wind vor der Schule von Rene-Egli side-offshore weht und deswegen nur bedingt für Anfänger empfehlenswert ist.
Anfängerschulungen werden nach Möglichkeit in der Lagune durchgeführt, jedoch ist diese nur 10 Tage pro Monat, um Vollmond herum, mit ausreichend Wasser gefüllt und auch dann nur 2 Stunden vor und nach Hochwasser. Die Tabelle mit Angaben zum Wasserstand ist auf Rene Eglis Website zu finden und hier verlinkt. Die Schüler werden mit einem Shuttle von Rene Egli aus zur Lagune gefahren. Diese ist auch an den tiefsten Stellen zu Hochwasser stehtief und hat Kabbel- bis Flachwasser. Hier unterrichten verschiedene Schulen aus der Umgebung, dementsprechend voll kann es am Spot werden.
Außerhalb der 10 Tage zu Vollmond werden Schulungen auf dem offenen Meer vor der Kiteschule durchgeführt. Die Kitelehrer fahren dann mit einem Jetski zwischen den Schülern hin und her.
Während meines Aufenthalts habe ich mir täglich Kites geliehen. Es lohnt sich als fortgeschrittener Kiter jedoch eigenes Equipment mitzubringen, da die Kites und Lines an der Kiteschule schon recht mitgenommen sind. Für fortgeschrittene Kitesurfer bietet der Spot im offenen Meer vor der Schule von Rene-Egli zusätzlich einige Wellen und kann eine leichte Brandung haben.

Unterkünfte
Rene Egli hat direkt an der Kiteschule ein eigenes Hotel. Günstigere Unterkünfte lassen sich in dem Nachbarort Costa Calma finden, welcher 5-10 Fahrminuten vom Sotavento Beach entfernt ist. Morro Jable, ein kleiner Küstenort im Südwesten von Sotavento liegt 20-30 Minuten vom Kitespot entfernt und bietet ebenfalls Hotels und Apartments an.
Fazit: Fuerteventura – Das Paradies für Kitesurfer
Fuerteventura, und insbesondere der Süden bei Rene Egli, ist ein wahres Paradies für (Aufsteiger und fortgeschrittene) Kitesurfer. In der Hauptsaison insbesondere im Juli windet es täglich mit 30 Knoten. In der Nebensaison, wenn der Wind nicht so stark weht, kommt man trotzdem noch voll auf seine Kosten.